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To one and all
I'm very sorry to have to miss this important meeting of our
American Soto Zen sangha and, at yoki's Robert's urging, offer you
the following thoughts about the current proposal for a Soto Zen
Buddhist Training Institute.
I know I'm not the only one to see that the Institute Proposal is
focussed on training priests for an institutional career where
learning the "skills of ryo" is indeed a means of conditioning
students character and self-understanding. However, for those of
us whose training was in small groups outside Zen institutions, and
who are continuing to teach in that tradition, this emphasis is not
so useful.
From my teacher, Kobun Chino Otokawa roshi, besides zazen I learned
two modes of being-with students, menju, and ryo. Menju took
precedence and was the criteria for all levels of transmission from
beginning to end. Ryo as an expression of menju, applied to every
action and gesture made in relationship. |
He taught ryo mostly by his own example...in the way he handled a single stick of incense, the way he sliced a squid, drove his car, wiped his child's face. Also, he taught ryo/menju by encouraging anyone who was interested to take on one of the many sesshin jobs during the five week-long sesshins held each year that were our primary formal training ground.
In our lay sangha where home was as much a training place as the zendo, there was no signing up, no public commitment, no membership, no criteria. The emphasis was on zazen, and included sesshins, dokusan, ango, workshops and classes on nearly every aspect of Zen. One was free to learn any amount of what was on offer. As some of Kobun's students found themselves willing to take more responsibility, some were eventually ordained, one at a time, in an intimate ceremony particular to each. If a priest wanted further training, Kobun signed them up for practice periods at Tassajara or
sent them to Japan to train with his brother at the family temple.
There was a number, though, who weren't interested in teaching Zen and whose further training became pursuit of an art or craft, or helping establish a retreat center (Hokoji in New Mexico and Jikoji in California), or continuing with regular work in schools or industry.
Out of this tradition, a few of Kobun's students who were further transmitted by him are teaching in his style and tradition of menju/ ryo, with most emphasis placed on zazen practice itself, and providing a completely open door policy that anyone can come, can study, can sound the bells, etc. What those of us practicing this way in the lay world could benefit from in the proposal more than "priest craft", is training in both, individual and group psychology, conflict resolution, and Buddhist history and philosophy. Also, one of Kobun's unfulfilled dreams was to establish a study center where visiting scholars and teachers from Japan could stay and work with students for 6 months to a year at a time. Something like this would certainly be useful and interesting.
Though I know the institute proposals are not intended to suggest that they be requirements for 'authentic' Soto Zen training, the truth is, as way leads on to way, our human tendency is to solidify and commodify our intentions into requirements and leave out what doesn't fit current criteria. My hope is that great care will be taken to allow as much flexibility as possible to inform this new effort to create 'appropriate' Soto Zen training in America, and that institutional training be only one of several possible avenues that we offer to the many beings.
Angie Boissevain |
| An Einen und Alle,
es tut mir sehr leid, dass ich dieses wichtige Treffen unserer American Soto Zen Sangha versäumen muss und präsentiere Euch – auf Kyoki Roberts Drängen hin – die folgenden Gedanken über den aktuellen Vorschlag eines buddhistischen Soto Zen Ausbildungs-Instituts.
Ich weiß, ich bin nicht die Einzige, die sieht, dass der Vorschlag eines Instituts darauf hinausläuft, Priester für eine Laufbahn auszubilden, wo das Erlernen der "Ryo-Fähigkeiten" in der Tat ein Mittel der Kultivierung des Charakters und des Selbst-Verstehens von Studierenden ist. Für jene von uns, deren Ausbildung in kleinen Gruppen außerhalb der Zen-Institutionen erfolgte und die fortfahren, in dieser Tradition zu lehren, ist diese Gewichtung nicht so nützlich.
Von meinem Lehrer Kobun Chino Otokawa Roshi habe ich neben Zazen zwei Arten des Gemeinschaft mit Studierenden erlernt – Menju und Ryo. Menju hatte den Vorrang und war das Kriterium für alle Ebenen der Übertragung von Anfang bis Ende. Ryo als eine Ausdrucksform von Menju galt in jeder Handlung und Geste in der Gemeinschaftsbeziehung. Er lehrte Ryo hauptsächlich durch sein eigenes Beispiel … durch die Art, wie er ein einzelnes Räucherstäbchen behandelte, wie er einen Tintenfisch tranchierte, seinen Wagen fuhr, seinem Kind das Gesicht abtrocknete. Auch lehrte er Ryo/Menju, indem er jeden Interessierten ermutigte, eine der vielen Aufgaben bei den fünf ein-wöchigen Sesshins zu übernehmen, die jedes Jahr abgehalten wurden und die unser hauptsächliches formales Übungsgfeld waren.
In unserer Laiensangha, wo das Zuhause ebenso ein Ort der Übung war wie die Zendo, gab es keine Anmeldelisten, keine öffentliche Verpflichtung, keine Kriterien. Der Schwerpunkt lag auf Zazen und darin eingeschlossen waren Sesshin, Dokusan, Ango, Arbeitskreise und Kurse über fast jeden Aspekt von Zen. Man war frei, von dem, was angeboten wurde, so viel zu lernen wie man wollte.
Als einige von Kobuns Schülern sich bereit fühlten, mehr Verantwortung zu übernehmen, wurden einige mit der Zeit ordiniert - jeweils einzeln, in einer intimen, für jeden besonderen Zeremonie. Wenn Priester weitere Ausbildung wünschten, meldete Kobun sie für Übungsperioden in Tassajara an oder schickte sie nach Japan, um mit seinem Bruder im Tempel der Familie zu üben. Dennoch gab es auch Einige, die nicht daran interessiert waren, Zen zu lehren und deren weitere Schulung darin bestand, eine Kunst oder ein Handwerk auszuüben oder dabei zu helfen, ein Meditationszentrum aufzubauen (Hokoji in New Mexico und Jikoji in Kalifornien), oder aber mit der normalen Arbeit in Schulen oder der Industrie fortzufahren.
Aus dieser Tradition heraus lehren einige von Kobuns Schülern, die weitergehende Übertragung von ihm erhielten, in seinem Stil und in seiner Tradition von Menju/Ryo; mit dem Schwergewicht auf der Zazen- Übung selbst und durch das Angebot einer uneingeschränkten Haltung der offenen Tür, so dass jeder kommen kann, studieren kann, die Glocken schlagen kann usw. . Wovon jene von uns, die den Laien-Weg inmitten der Welt praktizieren, mehr profitieren könnten als vom "Priesterhandwerk",
das wäre Ausbildung sowohl in individueller wie Gruppenpsychologie,
Konfliktbewältigung sowie in buddhistischer Geschichte und Philosophie.
Auch war es einer von Kobuns unerfüllt gebliebenen Träumen, ein Studienzentrum
aufzubauen, wo Gastwissenschaftler und Lehrer aus Japan für einen Zeitraum von 6 Monaten bis zu einem Jahr bleiben und mit Studierenden arbeiten könnten. Etwas in dieser Art wäre sicherlich nützlich und interessant.
Auch wenn ich weiß, dass der Vorschlag eines Instituts nicht die Absicht verfolgt anzudeuten, ein solches sei für eine 'authentische' Soto Zen-Ausbildung erforderlich, so ist es doch auch wahr, dass das Eine zum Anderen führt; es ist unsere menschliche Eigenart, unsere Ziele zu Erfordernissen zu verdichten und verdinglichen und jenes auszusondern, was den gerade geltenden Kriterien nicht entspricht. Es ist meine Hoffnung, dass große Sorgfalt aufgewendet wird, um so viel Flexibilität wie möglich zuzulassen, auf diesen Vorstoß, eine 'angemessene' Soto Zen-Ausbildung in Amerika zu schaffen, einzuwirken und dass die Ausbildung in einer Institution nur eine von verschiedenen möglichen Zugängen sein wird, die wir den vielen Wesen anbieten.
Angie Boissevain |